Barcelona: Meine Tipps für eine unvergessliche Reise

Im September verbrachte ich vier Tage in der Mittelmeer-Metropole Barcelona, nachdem ich bereits drei Tage in Valencia war.
Heute möchte ich dir Tipps und Empfehlungen geben, damit deine Barcelona-Reise unvergesslich wird.

Unsere Unterkunft

Für Barcelona war uns wichtig zentral und preisgünstig zu wohnen. Wir wählten daher das Hostal la Palmera direkt am Mercat de la Boqueria. Für drei Übernachtungen zahlten wir 207 Euro im Doppelzimmer, also ca. 35 Euro pro Person und Nacht. Das Hostal la Palmera war sehr gepflegt und sauber. Trotz der zentralen Lage war es dort sehr ruhig. Ich würde die Unterkunft daher auf jeden Fall weiterempfehlen.

Nun meine persönlichen Tipps für Barcelona:

1) Erlebe einen Sonnenaufgang im Park Güell

Der Park Güell gehört zweifelsohne zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Barcelona. Er wurde zwischen 1900 und 1914 von Antoni Gaudí erschaffen und umfasst 17,18 Hektar. Der größte Teil des Parks kann kostenlos besichtigt werden, allerdings kostet der bekannte Bereich des Parks mit dem 3.000 m² großen Terrassenplatz und dem berühmten bunten Drachen 7 Euro Eintritt.

Wenn du allerdings zwischen 6 und 8 Uhr morgens dort bist, sparst du dir den Eintritt und genießt einen unbeschreiblichen Sonnenaufgang über Barcelona. Früh aufstehen lohnt sich wirklich!

Sonnenaufgang im Park Güell
Im Park Güell bei Sonnenaufgang

Wir haben dies genau so gemacht und vom Terrassenplatz den Ausblick genossen, bevor wir den Park weiter hinauf liefen und uns das ehemalige Wohnhaus Gaudís anschauten.

Das ehemalige Wohnhaus Gaudís im Park Güell
Das Wohnhaus Gaudís im Park Güell

Von ganz oben hatten wir einen noch grandioseren Ausblick über Barcelona, als vom Terrassenplatz. Es war ein unbeschreibliches Gefühl zu sehen, wie die Sonne aufgeht und sich im Meer spiegelt. Ich hatte bis dahin noch nicht oft einen Sonnenaufgang beobachtet.

Sonnenaufgang über Barcelona
Sonnenaufgang über Barcelona

Den Park Güell erreichst du am besten über die Metrolinie 3 – Haltestellen Vallcarca oder Lesseps.

2) Mache einen Spaziergang vom Plaza España
über den Montjuïc

Ich habe diesen Spaziergang selbst gemacht und war begeistert, da ich auf dem Weg an sehr vielen Sehenswürdigkeiten vorbei kam. Er ist also ideal, wenn du möglich viel sehen möchtest.

Ich empfehle dir die Metrolinien 1 oder 3 bis zum Plaza España zu nehmen. Der Plaza España oder auch Plaça d’Espanya (katalanisch) wurde 1929 anlässlich der Weltausstellung eröffnet. Er liegt am Fuße des Berges Montjuïc, inmitten eines 6-spurigen Kreisverkehrs.
Hier kannst du dir zunächst die ehemalige Stierkampfarena anschauen, die heute das Einkaufszentrum Las Arenas beherbergt. Wenn du mit dem Aufzug auf die obere Terrasse des Einkaufszentrums fährst, erhältst du einen tollen Ausblick auf den Montjuïc und die umliegenden Gebäude. Direkt vor dem Einkaufszentrum befindet sich ein großer Brunnen des Architekten Josep Maria Jujol.

Die ehemalige Stierkampfarena, davor der Brunnen von Josep Maria Jujol
Die ehemalige Stierkampfarena, davor der Brunnen von Josep Maria Jujol

Läufst du den verkehrsreichen Plaza España weiter, werden dir zwei Backsteintürme auffallen. Sie sind 47 Meter hoch, dem Markusturm in Venedig nachgebaut und markieren den Eingang des Messegeländes.
Nach einigen hundert Metern erreichst du über den Plaça de Carles Buïgas den Platz, auf dem sich der Palau Nacional (dt. Nationalpalast) befindet. Der Nationalpalast wurde 1929 für die Weltausstellung eröffnet und beherbergt heute das Kunstmuseum Museo Nacional d’Art de Catalunya.

Der Palau Nacional Nationalpalast
Der Palau Nacional (Nationalpalast)

Es lohnt sich die vielen Treppen bis zum Palast hochzusteigen, denn je höher du gehst, desto besser wird die Aussicht auf Barcelona.

Auf den Treppen vor dem Nationalpalast
Auf den Treppen vor dem Nationalpalast

Oben angekommen kannst du dann in einem Café eine Pause machen oder das Kunstmuseum besichtigen. Für 12 Euro Eintritt bekommst du zahlreiche Werke verschiedener Stilrichtungen zu sehen.
Ich ruhte mich ein wenig vor dem Nationalpalast aus und genoss die Aussicht auf Barcelona (s. Titelbild). Danach lief ich den 173 Meter hohen Berg Montjuïc weiter hinauf.

Ich ging unter Anderem durch die wunderschöne Gartenanlage Jardins de Joan Maragall und konnte von vielen Stellen gut auf den Hafen und das Meer blicken. Nach etwa einer Stunde fuhr ich mit einem Bus in die Stadt hinunter. Alternativ kannst du auch mit der Seilbahn Telèferic de Montjuïc fahren. Sie bringt dich für 8,20 Euro ins Tal. Eine Hin- und Rückfahrt kostet für Erwachsene 12,50 Euro.

Die Seilbahn Telefèric de Montjuïc
Die Seilbahn Telefèric de Montjuïc

Auf dem Montjuïc befindet sich außerdem das Olympiastadion, wo 1992 die Olympischen Spiele stattfanden sowie die alte Festung Castell de Montjuïc. Du kannst also problemlos mehrere Stunden auf dem Montjuïc verbringen und solltest für den kompletten Spaziergang vom Plaza España etwa drei Stunden einplanen.

3) Genieße einen Sonnenuntergang von der
Terrasse des Nationalpalastes

Wie bereits erwähnt, lohnt es sich, die Treppen des Nationalpalastes hochzusteigen. Von der Terrasse kannst du einen wunderschönen Sonnenuntergang über den Dächern von Barcelona genießen und blickst z. B. auf den 512 Meter hohen Berg Tibidabo oder den Plaza España. Du bist zwar umgeben von zahlreichen Gleichgesinnten, aber die Atmosphäre ist trotzdem toll. Oft sorgen Tänzer mit ihren Show-Einlagen für zusätzliche Unterhaltung.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl auf die Stadt zu blicken, zu sehen, wie die Sonne langsam verschwindet und dabei die Show-Einlagen der Tänzer zu genießen. Dazu trank ich ein kühles Getränk, was ich günstig von einem Straßenverkäufer gekauft habe. Den Sonnenuntergang von der Terrasse des Nationalpalastes zu erleben, war für mich mein persönliches Highlight in Barcelona.

Sonnenuntergang von der Terrasse des Nationalpalastes
Sonnenuntergang von der Terrasse des Nationalpalastes

Sobald es dunkel ist, erwartet dich in unmittelbarer Nähe ein weiteres Spektakel – die Wasserspiele des Font Màgica.

4) Schaue dir die Wasserspiele des Font Màgica an

Der Font Màgica (dt. magischer Brunnen) befindet sich am Plaça de Carles Buïgas, direkt vor dem Nationalpalast. Tagsüber ist der Brunnen unspektakulär – aber sobald es dunkel wird, kannst du seine magischen Wasserspiele erleben.
Ein Wasserspiel dauert ca. 15 Minuten und wiederholt sich mehrmals am Abend. Zu schöner Musik und wechselnden Farben werden pro Minute rund 2.000 Liter Wasser aus dem Brunnen gesprüht.
Du kannst die Wasserspiele entweder vom Nationalpalast aus verfolgen oder dich direkt unten vor den Brunnen stellen.

Nachdem wir den Sonnenuntergang von der Terrasse des Nationalpalastes beobachteten, begann der Brunnen sein Wasser zu sprühen. Wir gingen die Treppen hinunter, um uns die Wasserspiele aus der Nähe anzuschauen. Ich hatte so etwas bisher noch nie gesehen und fand das Schauspiel wirklich beeindruckend. Auch du solltest das Spektakel unbedingt gesehen haben, wenn du in Barcelona bist.

Der Font Màgica
Der Font Màgica

Den Font Màgica erreichst du ebenfalls mit den Metrolinien 1 und 3 (Haltestelle Plaza España). Der Eintritt ist frei. Informiere dich am besten vorher, wann genau die Wasserspiele stattfinden, denn sie variieren je nach Saison.

5) Schlendere durch den Mercat de la Boqueria

Der Markt Mercat de la Boqueria liegt direkt an der bekannten Promenade La Rambla. Er wurde 1827 eröffnet und umfasst 13.600 Quadratmeter.
Im Markt gibt es unglaublich viel zu entdecken und du machst ein Erlebnis für all deine Sinne. Es gibt dort Empanadas, Fisch, frisches Obst, Gemüse, leckere Säfte, Kaffeespezialitäten und vieles mehr. An vielen Ständen kannst du dich auch hinsetzen und sehr günstig essen.

Ich habe im Mercat de La Boqueria zwei mal gefrühstückt, da die Angebote besonders gut waren. Ich habe z. B. eine große Empanada, einen Obstsalat und einen leckeren Fruchtsaft für insgesamt fünf Euro bekommen.
Der Markt ist Montags bis Samstags von 08:00 bis 20:30 Uhr geöffnet.

Der Mercat de la Boqueria
Der Mercat de la Boqueria

6) Entspanne im Park de la Ciutadella

Der Parc de la Ciutadella (dt. Park der Zitadelle) liegt ca. 20 Gehminuten von der La Rambla entfernt. Er ist die grüne Ruheoase der Stadt und umfasst rund 17 Hektar. Der Park wurde zur Weltausstellung 1888 angelegt und grenzt direkt an den Zoo von Barcelona.
Im Park gibt es zahlreiche Grünflächen, die sich besonders gut für ein Picknick eignen und einen See, auf dem du in Ruderbooten umherfahren kannst.

Mir hat die Anlage sehr gut gefallen und mich etwas an den Retiro-Park in Madrid erinnert, wo du ebenfalls Boote mieten kannst.
Wir verbrachten unseren letzen Nachmittag in diesem Park. Ich habe mich auf das Gras gelegt, die Sonnenstrahlen genossen und ausgeruht. Dies war auch nötig, da wir die letzte Übernachtung nicht gebucht hatten, weil unser Flug bereits sehr früh am nächsten Tag ging.
Wenn du auch in einer ähnlichen Situation bist, oder dich einfach etwas von einer Sightseeing-Tour erholen möchtest, ist der Parc de la Ciutadella die richtige Wahl. Der Eintritt ist frei.

Im Parc de la Ciutadella
Im Parc de la Ciutadella

7) Lasse den Abend am Meer ausklingen

Ein wichtiges Kriterium für viele Reisende: Barcelona liegt am Meer. Es macht daher Sinn, den Abend nach einer Sightseeing-Tour entspannt dort ausklingen zu lassen.
Ich bin von unserer Unterkunft immer zum Meer gelaufen. Es hat zwar etwas gedauert, aber ich bin sehr gerne zu Fuß unterwegs und lasse all die schönen Gebäude auf mich wirken. Wenn du aus der Innenstadt kommst, läufst du zunächst einmal am Hafen vorbei. Hier blickst du auf imposante Jachten und kannst auch etwas bummeln, denn an der Hafenpromenade werden oft Souvenirs oder Accessoires verkauft.

Am Hafen von Barcelona
Am Hafen von Barcelona

In der Nähe des Hafens und des Strands gibt es sehr viele Restaurants, in denen du zu Abend essen kannst. Was mich hier überrascht hat: Die meisten Restaurants sind hier relativ günstig und haben täglich verschiedene Angebote. Ich habe z. B. eine riesige Pfanne Paella und ein 0,5-Liter Getränk meiner Wahl für 11 Euro bekommen. Auch Sangria gibt es sehr günstig in der Nähe des Meers. In der La Rambla hingegen ist es sehr viel teurer. Hier zahlten wir allein für 0,5 Liter Sangria 15 Euro.

Meine Paella-Pfanne
Meine Paella-Pfanne

Nach dem Abendessen, empfehle ich dir den vier Kilometer langen Strand Playa de la Barceloneta entlang zuschlendern. Du kannst dich ans Meer setzen und die Wellen beobachten oder in eine Strandbar einkehren.

Am Playa de la Barceloneta
Am Playa de la Barceloneta

Wenn du die Promenade ca. 30 Minuten entlang läufst, erreichst du das Einkaufszentrum Diagonal Mar, das bis 22 Uhr geöffnet ist.
Ein kleiner Tipp: Wenn du Tickets für eine Stadtrundfahrt kaufst, bekommst du ein Heft, in dem Gutscheine und Vergünstigungen für Barcelona enthalten sind. Wir bekamen im Diagonal Mar ein USB-Stick geschenkt, als wir das Heft vorzeigten.
Im Heft war außerdem der Eintritt ins Casino Barcelona sowie ein Freigetränk enthalten. Natürlich nutzen wir auch diese Gelegenheit und verbrachten einige Zeit im Casino, was sich ebenfalls nahe des Meers befindet.  ;-).

Ab ca. 1 Uhr startet dann das Nachtleben in Barcelona. Am Strand befinden sich mehrere Nachtclubs, in denen du den Tag beenden kannst. Hier gibt es z. B. den berühmten Club Pacha, in dem regelmäßig bekannte DJ’s auftreten sowie das Catwalk, das Shôko oder das Opium.

Nachtclubs am Strand von Barcelona
Nachtclubs am Strand von Barcelona – im Hintergrund das Casino

Wir ließen unseren letzten Abend im Shôko ausklingen, bevor wir um 4 Uhr nachts zum Flughafen fuhren. Es war ganz okay dort, aber mir persönlich hat das Nachtleben in Madrid um Einiges besser gefallen. Es ist viel traditioneller und ich mag die spanische Musik sehr gerne. In Barcelona ist alles sehr international und es läuft die Musik, die man sowieso ständig an jeder Ecke hört. Es hätte genauso gut ein Club in Frankfurt sein können.
Super ist natürlich, dass die meisten Clubs eine Terrasse haben, die in den Sand übergeht und du unter freiem Himmel am Strand tanzen kannst.
Wie unschwer zu erkennen, gibt es in Barcelona unglaublich viel zu entdecken. In meinen 7 Tipps bin ich bewusst nur auf die Dinge eingegangen, die mich am meisten beeindruckt haben. Natürlich gibt es in Barcelona noch weitere Sehenswürdigkeiten, die du bei deiner Städtereise berücksichtigen kannst.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

Du kannst dir außerdem die Meisterwerke von Gaudí anschauen. Der bekannteste Bau ist sicherlich die Sagrada Familia – der Touristenmagnet schlechthin. Sie wurde ab 1882 erbaut, ist bis heute aber unvollendet und daher auch immer von Gerüsten umgeben. Ich habe sie vor ca. 10 Jahren von Innen besichtigt. Sie ist mir allerdings etwas zu überlaufen.

Die Sagrada Familia von Gaudí
Die Sagrada Familia von Gaudí

Besonders schön finde ich das Casa Batlló, was 1877 erbaut wurde und sich am Passeig de Gràcia befindet.

Das Casa Batlló
Das Casa Batlló von Gaudí

Dann gibt es da noch das Casa Milà, was von 1906 bis 1910 errichtet wurde und ebenfalls am Passeig de Gràcia liegt.

Casa Milà von Gaudi
Casa Milà von Gaudí

Außerdem ist das Camp Nou, das Stadion des FC Barcelona, einen Besuch wert. Es bietet 99.354 Zuschauern Platz und ist damit das größte Fußballstadion in Europa.

Camp Nou - das Stadion des FC Barcelona
Camp Nou – das Stadion des FC Barcelona

Mein Fazit für Barcelona

Ich war bereits zum zweiten Mal in Barcelona und würde dort jederzeit wieder hinfahren. Der Mix aus unzähligen Sehenswürdigkeiten, Strand, Party und gutem Essen macht die Stadt zu einem super Reiseziel für jedermann. Ich habe es sehr genossen, morgens aufzustehen, auf dem Mercat de la Boqueria zu frühstücken, danach die Stadt zu erkunden und nachmittags am Strand zu entspannen.
Barcelona ist die ideale Stadt für ein verlängertes Wochenende, da du nicht lange dort hin fliegst. Von vielen deutschen Flughäfen gibt es bereits Hin- und Rückflüge ab 100 Euro. Wir zahlten für unseren Hinflug von Frankfurt nach Valencia und den Rückflug von Barcelona insgesamt ca. 140 Euro.

Leider ist es in Barcelona relativ teuer – sowohl das Essen als auch die Sehenswürdigkeiten. Ich empfehle dir, die Restaurants auf der Rambla zu meiden und stattdessen auf Restaurants in der Nähe des Strands auszuweichen. Außerdem sparst du Geld, wenn du z. B. den Park Güell morgens vor 8 Uhr besuchst oder dir die kostenlosen Wasserspiele des Font Màgica anschaust.
Auch das Ticket für eine Stadtrundfahrt ist mit 29 Euro nicht ganz günstig. Ich empfehle dir daher das Zwei-Tages-Ticket für 39 Euro zu kaufen. Du kannst in Ruhe drei verschiedene Routen fahren, siehst dadurch sehr viel von der Stadt und kannst bei allen Sehenswürdigkeiten beliebig oft ein- und aussteigen.

Für deine Reise solltest du etwa 3 bis 4 Tage einplanen, um möglichst viel zu sehen. Ich war schon zwei Mal in Barcelona und es gibt noch so viele Dinge zu erkunden. Für meinen nächsten Aufenthalt steht der Berg Tibidabo mit seinem Vergnügungspark ganz oben auf der Liste.

Was sind deine persönlichen Highlights für Barcelona?
Ich freue mich über deine Kommentare,
Viele Grüße, Jasmin

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